Das El mundo Festival bringt am 16. und 17. Oktober 2026 zum 27. Mal Reise- und Abenteuervorträge in die Festhalle Judenburg. Jeder Vortrag dauert höchstens 30 Minuten und tritt im Wettbewerb an. Hauptkategorie und Beistellsessel sind laut Veranstalter ausverkauft, Emporenplätze kosten 38 Euro pro Tag.
Am 16. und 17. Oktober 2026 wird die Festhalle Judenburg wieder zur Bühne für Reisende: Das El mundo Festival, ein Wettbewerb für Abenteuer- und Reisevorträge, geht in seine 27. Auflage. Jeder Vortrag dauert höchstens 30 Minuten, eine Jury vergibt Preise, das Publikum stimmt über einen eigenen Preis ab. Wer noch dabei sein will, sollte nicht lange warten: Hauptkategorie und Beistellsessel sind laut Veranstalter bereits ausverkauft.
- Termin: Freitag, 16. Oktober (ab 14 Uhr), und Samstag, 17. Oktober 2026 (ab 13.45 Uhr), Festhalle Judenburg, Kaserngasse 20.
- Format: Vorträge mit maximal 30 Minuten im Wettbewerb, Preise für Gesamtvortrag, Fotografie und spannendstes Abenteuer sowie ein Publikumspreis.
- Karten: Hauptkategorie und Beistellsessel sind laut Ticketseite ausverkauft (Stand 5. Oktober); Plätze auf den seitlichen Emporen kosten 38 Euro pro Tag.
- Steirischer Bezug: Eine Grazer Familie und ein Judenburger Paar stehen mit eigenen Geschichten auf dem Programm.
Ein Wettbewerb, der seit 1999 in Judenburg zu Hause ist
El mundo gibt es seit 1999. Laut Veranstalter findet das Festival seither jedes Jahr in Judenburg statt, mit Ausnahme des Jahres 2020. Auf der Festival-Website heißt es: „Der älteste Reise- und Abenteuer-Vortragswettbewerb der Welt. Seit 1999 einzigartig im deutschen Sprachraum.“ Das ist die Selbstbeschreibung der Veranstalter; eine unabhängige Bestätigung liegt der Redaktion nicht vor. Nach Angaben des Festivals haben bisher rund 400 Referentinnen und Referenten aus elf Ländern teilgenommen.
Gewertet wird in den Kategorien „Gesamtvortrag“, „Beste Fotografie“ und „Spannendstes Abenteuer“, dazu kommt der Publikumspreis. 2025 gewann Thorge Berger mit „Magisches Indien“ sowohl den Preis für den besten Vortrag als auch jenen für die beste Fotografie.
Freitag: von Kapstadt bis Grönland
Nach der Eröffnung um 14 Uhr beginnt der erste Festivaltag mit einer steirischen Geschichte. Um 14.25 Uhr erzählen Christa und Stefan Haberl mit ihren Töchtern Hedi und Mavie aus Graz von „Going North. Kapstadt – Graz – Nordkapp.“ Laut Programm war die Familie 13 Monate unterwegs; beim Zwischenstopp in Graz legten die Töchter ihre Externistenprüfungen ab.
Danach folgen Tamar Valkenier mit „Die Vollzeit-Abenteurerin: Leben mit den Adlerjägern der Mongolei“ (15 Uhr), Stephan Fürnrohr mit „Vom Wesen des Eises – Auf der Suche nach dem Herz der Arktis“ (15.55 Uhr) und der Kajakfahrer und Filmemacher Olaf Obsommer, der um 16.30 Uhr außer Konkurrenz über „Ein Leben im Fluss“ spricht. Am frühen Abend geht es nach Namibia (Thomas Finke, „Plattfuss in Namibia“, 17.05 Uhr), nach Irland (Robert Neu, „Irland – Wild Atlantic Ride“, 18 Uhr) und in den Oman (Hardy Fiebig, „Long time no see, Habibi – Wiedersehen mit Oman“, 18.35 Uhr). Den Abschluss machen Jolanda Linschooten mit „Helden der Arktis – Grönlands legendäre Schlittenhunde“ (19.30 Uhr) und Valentin Macke aus Perchtoldsdorf mit „Ohne Rückfahrkarte: Per Daumen zum Dalai Lama und den Taliban“ (20.05 Uhr).
Samstag: Rockies, Antarktis und eine Judenburger Couch
Der zweite Tag wird um 13.45 Uhr eröffnet. Um 14 Uhr berichten Verena und Analena Schmidt von „Kanadische Rockies zu Fuß: Mit einer Teenagerin. Kein Plan B.“, um 14.35 Uhr Michael Moritz von „Mongolei – Vier Jahreszeiten im Land der Nomaden“. Es folgen Nadine Pungs („Ich war dann mal mutig: Allein unterwegs zwischen Alpen und Afghanistan“, 15.10 Uhr), Nik Afanasjew („Ein sehr kalter Krieg“, 16.10 Uhr), der Naturfotograf Stefan Christmann („Pinguinliebe – Eine Geschichte über Wärme. Am kältesten Ort der Erde.“, 16.45 Uhr), Rebecca Salentin („Iron Woman – 10.000 Kilometer mit dem Rad am Eisernen Vorhang“, 17.20 Uhr), Clemens Ratschan aus Zell an der Pram („Surviving Sajan“, 18.20 Uhr) und der Schweizer Louis Palmer („Verrückt nach dieser Welt“, 18.55 Uhr).
Um 19.35 Uhr wird es lokal: Lena und Michael Steinkellner aus Judenburg erzählen im Sondervortrag „Die Sache mit dem Sofa!“, wie ihr Haus in der Stadt über Couchsurfing zur Anlaufstelle für Gäste wurde – laut Programm aus über 25 Ländern, darunter auch Vortragende des Festivals. Um 19.55 Uhr hat der Kurzfilm „Die Jahrhundertkletterin“ von Andreas Lattner-Czerny Premiere, ein Porträt der Bad Ischler Kletterin Maria Kittl. Um 20.15 Uhr folgt die Preisverleihung.
Karten: Was laut Veranstalter noch zu haben ist
Auf der Ticketseite steht mit Stand 5. Oktober 2026, dass die Hauptkategorie und die Kategorie Beistellsessel „aktuell ausverkauft“ sind; bei Retouren könne es noch Restkarten geben. Nicht als ausverkauft angeführt ist die Kategorie mit frei verfügbaren Sesseln auf den seitlichen Emporen. Der Zwei-Tages-Festivalpass kostet dort 70 Euro (ermäßigt 60 Euro), die Tageskarte 38 Euro (ermäßigt 33 Euro). Die Sessel stellt man selbst auf, reservieren lässt sich kein Platz – die Veranstalter empfehlen, früh zu kommen. Ermäßigt sind Schülerinnen und Schüler sowie Studierende bis 26 Jahre mit Ausweis.
Bestellt wird beim Kartenvorverkauf von Karoline Straner per E-Mail an k.straner@judenburg.com, in Kopie an info@elmundo-festival.at. Ab 9. Oktober nimmt das Festival Last-Minute-Anfragen ausschließlich per WhatsApp unter +43 664 1524234 entgegen. Bezahlte Karten kommen per Einschreiben (5 Euro Gebühr) oder liegen gebührenfrei an der Tageskasse; stornieren lassen sie sich nicht. Alle Kategorien und Preise stehen auf der Seite Karten und Preise für El mundo 2026.
Anreise und Übernachtung im Murtal
Die Festhalle liegt in der Kaserngasse 20 in 8750 Judenburg. Für Zimmer in Judenburg und Umgebung verweist das Festival auf den Tourismusverband Murtal (Telefon +43 3577 26 600, info@murtal.at); das Büro am Judenburger Hauptplatz 6 ist Montag bis Freitag von 9 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Wer mit Wohnmobil oder Expeditionsfahrzeug anreist, kann laut Veranstalter am Murtalerplatz, unmittelbar neben dem Veranstaltungszentrum, über Nacht stehen. Zu Pkw-Parkplätzen und Bahnverbindungen macht die Festival-Website keine Angaben; das klärt man am besten vorab beim Veranstalter. Vor Programmbeginn bleibt Zeit für die Altstadt mit dem Stadtturm und das Stadtmuseum.
Fazit
El mundo holt seit gut einem Vierteljahrhundert Reisende nach Judenburg – auf die Bühne wie in den Saal. Unterstützt wird das Festival laut Website unter anderem von der Stadt Judenburg, der Erlebnisregion Murtal, der Brauerei Thalheim und dem Regionalmagazin best of Murau Murtal. Wer selbst eine Geschichte erzählen will, kann sich laut Festival-Website bereits für 2027 als Vortragende oder Vortragender bewerben.



















