Handwerksbetriebe in der Steiermark finden 2027 mehr passende Lehrlinge, wenn sie authentische Videos auf Instagram und TikTok einsetzen. Solche Videos geben Jugendlichen und Eltern echte Einblicke ins Berufsleben und erhöhen nachweislich die Bewerberzahl.
Um im Herbst 2027 erfolgreich Lehrlinge in der Steiermark zu gewinnen, setzen immer mehr Handwerksbetriebe auf authentische Social-Media-Videos. Die direkte Ansprache auf Plattformen wie Instagram und TikTok erhöht sowohl die Reichweite bei Jugendlichen als auch das Interesse der Eltern. „Tatsache ist: Wer konsequent auf Social Media setzt, öffnet eine Tür zu vielversprechenden Chancen auf dem regionalen Markt“, sagt Helmut Steiner, Gründer und Geschäftsführer der Pasano Media GmbH. Dieser Ratgeber zeigt, wie echte Einblicke per Video die Lehrlingssuche revolutionieren, worauf es bei Produktion und Ausspielung ankommt und wie Betriebe die Herbst-Schnuppertage optimal nutzen können.
- Rückgang: Die Zahl der Lehrlinge in der Steiermark sank 2025 auf 14.442 und dürfte auch in den Folgejahren niedrig bleiben, wie aktuelle Trends nahelegen [5].
- Reichweite: 64 % der steirischen Jugendlichen nutzen TikTok und Instagram – meist für Alltag und Karriere [4].
- Empfehlung: Authentische Videos auf Instagram & TikTok bringen mehr Bewerbungen als klassische Werbung [1].
Lehrlinge in der Steiermark finden – was sich 2027 verändert
Die Gewinnung von Auszubildenden ist für Handwerks- und Technikbetriebe in der Steiermark zur zentralen Herausforderung geworden. Daten belegen: Die Zahl der Lehrlinge sank 2025 auf einen historischen Tiefstand von 14.442, das entspricht einem jährlichen Rückgang von 3,3 % [5]. Gleichzeitig haben große Unternehmen wie die ÖBB angekündigt, ab Herbst 2027 rund 100 neue Lehrstellen in der Steiermark zu besetzen, insbesondere in den Bereichen Technik und kaufmännische Berufe [2]. Der Wettbewerb um Nachwuchstalente bleibt so hoch. „Mundpropaganda ist gut, aber nicht planbar. Wer fünf oder zehn Monteure beschäftigt, kann nicht darauf warten, dass zufällig jemand anruft“, betont Helmut Steiner. Regionale Betriebe brauchen neue Wege, um sich sichtbar zu machen und junge Menschen gezielt anzusprechen.
Jugendliche und Eltern mit authentischen Einblicken erreichen
Viele Jugendliche informieren sich heute nicht mehr über klassische Stellenanzeigen, sondern über soziale Netzwerke und persönliche Empfehlungen. Eine Studie der Wirtschaftskammer Steiermark zeigt: 57,9 % der 14‑ bis 25‑Jährigen nutzen Instagram zur Lehrstellensuche, gefolgt von YouTube (46,9 %), TikTok (30,4 %) und Facebook (25,4 %) [1]. Für Eltern, die bei der Lehrlingswahl entscheidende Impulse geben, eignen sich informative Postings auf Facebook oder auch Bildergalerien mit Fakten zum Ausbildungsbetrieb. So lässt sich gezielt Vertrauen aufbauen und Unsicherheiten abbauen [1]. Helmut Steiner unterstreicht: „Oft hören wir, dass sich Werbung in den sozialen Netzwerken nur für große Konzerne lohnt, was natürlich ein Irrglaube ist.“
Welche Szenen ein Lehrlingsvideo zeigen sollte
Der Alltag eines Lehrlings in der Werkstatt, echte Arbeitsumgebungen, Begegnungen mit Kollegen und sogar der regionale Dialekt – all das macht ein Video glaubwürdig. Videos, in denen Lehrlinge selbst erzählen, welche Maschinen sie bedienen, wie der Arbeitstag abläuft und wie das Team funktioniert, vermitteln Authentizität und wecken Interesse. „Der will sehen, in welcher Halle er steht, mit welchen Maschinen er arbeitet und wer sein Vorarbeiter ist“, so Helmut Steiner. Eltern wollen wissen, welche Perspektiven, Sicherheit und Entwicklungsmöglichkeiten die Ausbildung bietet. Erwachsene, die selbst aus der Region kommen, wünschen sich Werte wie Handschlagqualität, Gemeinschaft und Respekt – diese Botschaften sollten im Video lebendig werden.
TikTok und Instagram passend bespielen
Die Nutzung von Instagram und TikTok liegt bei Jugendlichen mittlerweile bei etwa 64 % [4]. Gerade im steirischen Handwerk funktioniert das kurzformatige Videoformat von Reels oder TikTok besonders gut, wenn authentisch und nahbar produziert wird [1]. Ein Beispiel ist die Posch GmbH im Bezirk Leibnitz: Eine Social-Media-Kampagne erzielte dort rund 466.000 Impressionen, kostete nur zwei Cent pro vollständiger Videoansicht und führte zu 50 % mehr Bewerbungen [1]. „Die guten Installateure lesen keine Jobbörsen. Die haben einen Job. Die erreichst du nur abends am Handy, mit einem Video, das zeigt, wie es bei dir wirklich ist“, erklärt Steiner. Allerdings gibt es Hürden: TikTok erlaubt aktuell keine wirklich regionale Werbeansprache [1]. Wer gezielt Lehrlinge in Graz, Voitsberg oder Deutschlandsberg sucht, sollte daher zusätzlich auf Instagram Reels und Facebook setzen und die Verbreitung auf WhatsApp oder YouTube ergänzen.
Produktion, Ansprache und Timing rund um die Herbst-Schnuppertage
Die klassischen Herbst-Schnuppertage sind ein Schlüsselmoment, um Jugendliche von einem Handwerksberuf zu begeistern. Die eigentliche Bewerbung oder ein Schnuppertag findet aber oft erst dann statt, wenn das Interesse geweckt wurde und die Eltern zustimmen. Wichtig ist, Videos rechtzeitig – idealerweise rund vier Wochen vor Beginn der Schnuppertermine – auf Social Media auszuspielen, um möglichst viele Jugendliche und deren Eltern zu erreichen.
Die Expertin der WKO Steiermark empfiehlt, Lehrlinge im Video selbst zu Wort kommen zu lassen – am besten in ihrer Alltagssprache und gerne auch im Dialekt [1]. Es sollte deutlich werden, was einen Betrieb besonders macht, wie der Alltag aussieht und mit welchen Werkzeugen oder Technologien gearbeitet wird. „Bei uns stehen keine glatten Imagefilme im Mittelpunkt. Vielmehr liegt unsere Priorität darin, den wahren Unternehmensalltag festzuhalten, weil sich dadurch die Qualität der Anfragen und Bewerbungen deutlich erhöht“, erklärt Helmut Steiner. Bei der Produktion ist auf Einwilligungen der zu filmenden Personen (vor allem minderjähriger Lehrlinge) zu achten, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte spielen gerade für Kinder und Jugendliche eine wichtige Rolle.
Vom Video zur Bewerbung oder zum Schnuppertag
Damit aus einem Klick auf TikTok oder Instagram tatsächlich Bewerbungen und Rückmeldungen entstehen, braucht es eine klare Handlungsaufforderung im Video selbst. Wer auf „Jetzt Schnuppertag vereinbaren“ oder „Melde dich einfach per WhatsApp“ verweist, senkt die Hürde für Jugendliche deutlich. Referenzen zeigen laut Pasano Media GmbH, dass Kampagnen bei Kunden wie e-lion GmbH oder Neubauer GmbH zu „25+ qualifizierten Anfragen pro Monat“ geführt haben (Eigenangabe) [3]. Ein individueller, persönlicher Erstkontakt etwa per Videoanruf oder Messenger erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus dem Interesse auch echte Bewerbungen und am Ende eine langfristige Lehrstelle wird.
Die Pasano Media GmbH bietet strategische Unterstützung und begleitet Betriebe bei Umsetzung und Betreuung von Social-Media-Kampagnen. „Die Fähigkeit, das volle Potenzial der sozialen Medien zu nutzen, um Kunden und Fachkräfte anzuziehen, bleibt für viele kleine und mittelständische Unternehmen ein oft unerreichtes Ziel“, bilanziert Helmut Steiner. Wer als Handwerksbetrieb gezielt Lehrlinge per Video gewinnen möchte, kann so auf erprobte Prozesse und regionale Expertise zurückgreifen.
Typische Probleme bei der Lehrlingssuche per Video
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, dass sich viele Betriebe zu stark auf lediglich eine Plattform verlassen oder die Verbreitung ausgerechnet auf TikTok beschränken, obwohl regionale Zielgruppenansprache dort nicht effektiv möglich ist [1]. Zudem könnten zu glatt produzierte Werbevideos bei Jugendlichen schnell unglaubwürdig wirken und das Gegenteil bewirken. Ein weiteres Problem: Wer ausschließlich auf Instagram und TikTok setzt, erreicht zwar viele, aber bei weitem nicht alle Jugendlichen – insbesondere jene, die WhatsApp oder YouTube bevorzugen und klassische Plattformen eher meiden [4]. Und: Das begrenzte Bewerberpotenzial in der Steiermark erhöht den Wettbewerb um jeden einzelnen Lehrling [5].
Aktuelle Entwicklungen
Der Mangel an Lehrlingen in der Steiermark verschärft sich weiter. Laut aktueller Entwicklung kündigten die ÖBB am 12. Oktober 2026 an, ab Herbst 2027 rund 100 neue Lehrstellen in der Steiermark besetzen zu wollen, insbesondere im technischen und kaufmännischen Bereich [2]. Diese Entwicklung verstärkt den Wettbewerb auch für kleine und mittlere Handwerksbetriebe.
Häufige Fehler beim Lehrlingsmarketing vermeiden
Zu den häufigsten Fehlern gehört, Werbeinhalte für Lehrlinge wegen Zeit- oder Budgetdrucks zu standardisieren oder ohne echtes Storytelling auszuspielen. Wirklich erfolgreich werden Videos laut Helmut Steiner dann, wenn sie aus dem Alltag der Lehrlinge schöpfen und persönliche Geschichten erzählen. „Ein Schweißer oder CNC-Techniker bewirbt sich nicht bei einer Firma, die er nicht kennt“, so Steiner. Ebenso wichtig: Eltern und Lehrlinge müssen parallel angesprochen werden, dabei gelten jeweils unterschiedliche Wünsche und Informationsbedürfnisse. Wer diese Besonderheiten kennt und bei Produktion und Timing beachtet, profitiert am Ende von mehr qualifizierten Anfragen und einem stärkeren regionalen Arbeitgeber-Image.
Kurz vorgestellt: Helmut Steiner ist Gründer und Geschäftsführer der Pasano Media GmbH (St. Stefan ob Stainz) und leitet die Videoproduktion. Die Agentur unterstützt Handwerks- und Technikbetriebe in der Steiermark, Kärnten und im Burgenland beim Lehrlings- und Fachkräfterecruiting sowie bei Social-Media-Kampagnen. Steiner bringt langjährige Erfahrung aus der Industrie mit und kennt die Herausforderungen kleiner und mittlerer Betriebe aus eigener Praxis.
FAQ
- Wie finden steirische Handwerksbetriebe 2027 geeignete Lehrlinge?
Indem sie authentische Videos auf Social Media veröffentlichen, echte Einblicke in Arbeitsalltag und Team geben und Eltern sowie Jugendliche gezielt ansprechen. - Was sollte ein Lehrlingsvideo unbedingt zeigen?
Einblicke in den Betrieb, die Arbeit mit Werkzeugen oder Maschinen, das Betriebsklima und kurze Statements von echten Lehrlingen – ohne Hochglanzinszenierung. - Ist TikTok oder Instagram besser, um Jugendliche für Lehrstellen zu erreichen?
Beide Plattformen sind beliebt – regional lässt sich Instagram gezielter ausspielen, TikTok hat starke Reichweite, erlaubt aber keine punktgenaue regionale Werbeansprache. - Wie motiviert ein Video zum Schnuppertag oder zur Bewerbung?
Durch eine klare Handlungsaufforderung im Video und einfache Kontaktmöglichkeiten wie WhatsApp oder direkte Links, die Jugendsprache und Ehrlichkeit transportieren.
Quellen
[1] Wie Social Media bei der Lehrstellen‑Suche hilft (WKO Steiermark) (Wirtschaftskammer Steiermark)
[2] ÖBB suchen 100 Lehrlinge in der Steiermark (ORF Steiermark, 2026-10-12)
[3] Lehrlinge anziehen, die wirklich bleiben | Pasano Media (Pasano Media)
[4] Lehrlinge gewinnen mit Instagram und TikTok: Was erlaubt ist (Lumen Media, 2026-09-30)
[5] Zahl der Lehrlinge in Österreich sinkt weiter (Wirtschaftsland Steiermark)



















